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Jackson-Kläger: Missbrauch geleugnet
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15.03.2005 · 14:34
RealFreestyle
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Santa Maria

- Im Missbrauchprozess gegen Michael Jackson hat die Verteidigung einen Sieg errungen. Jackson-Anwalt Thomas Mesereau konnte am Montag die Glaubwürdigkeit des jungen Klägers stark in Zweifel ziehen. Im Kreuzverhör im Gericht von Santa Maria räumte der 15-Jährige ein, seinem Lehrer mehrfach erzählt zu haben, er sei von Jackson nie belästigt, sondern nur gut behandelt worden.

"Ich habe ihm gesagt, dass Michael Jackson mir nie etwas getan hat", gab das angebliche Missbrauchopfer aus einem Gespräch mit seinem Lehrer im Frühjahr 2003 zu Protokoll. Der Lehrer könnte von der Verteidigung als Zeuge vorgeladen werden. Die Anklage sei von der Aussage des Jungen überrascht gewesen, meinte ein Prozessbeobachter des Senders MSNBC.

Mesereau führte außerdem vor der Jury aus, dass der Junge als schwieriger, undisziplinierter Schüler galt, über den sich viele Lehrer beschwerten. Der frühere Krebspatient räumte ein, dass er sich häufig mit seinen Lehrern stritt: "Ich war damals kein sehr braver Junge."

Scharfer Ton zwischen Anwalt und Kläger

Der Junge lieferte sich mit Mesereau teils heftige Wortgefechte. Der Verteidiger warf dem Beschuldiger vor, dass er auf Jacksons Neverland Ranch Alkohol gestohlen, sich heimlich Porno-Videos angeschaut und zusammen mit einem anderen Jungen masturbiert habe, als Jackson nicht zu Hause war. Der Junge wies dies energisch zurück. Er habe aber jedes Mal bei Treffen mit Jackson Alkohol getrunken, bekräftige er seine Vorwürfe gegen den Sänger.

Aus Sicht von Prozessbeobachtern machte der Teenager im Zeugenstand einen streitlustigen und kämpferischen Eindruck. Er verwickle sich aber häufig in Widersprüche, hieß es. Die Anklage hatte den früheren Krebspatienten zuvor als hilfloses Opfer dargestellt.

Familie des Jungen als Lügner dargestellt

Das teilweise scharfe Kreuzverhör sollte am Dienstag (Ortszeit) fortgesetzt werden. Mesereau setzt darin seine Strategie fort, die Glaubwürdigkeit der Kläger-Familie zu attackieren. Bereits in seinem Eröffnungsplädoyer hatte der Anwalt die Familie des Jungen als Lügner dargestellt, die Anschuldigungen erfinde, um so von Jackson Geld fordern zu können.

Am vergangenen Donnerstag hatte der 15-Jährige Jackson schwer beschuldigt. Im Zeugenstand schilderte der Junge, wie der 46-Jährige ihn unsittlich berührte, zur Masturbation aufforderte und ihm häufig Alkohol zu trinken gab. Der Missbrauch soll im Frühjahr 2003 auf Jacksons Neverland Ranch stattgefunden haben.

Angeklagter pünktlich und entspannt

Jackson war am Montag in Begleitung seiner Eltern pünktlich vor Gericht eingetroffen. Der in einem roten Jacket gekleidete Popstar wirkte entspannt und winkte wartenden Fans zu. Beim Verlassen des Gerichts sagte Jackson nach US-Medienberichten, dass sein Rücken sehr steif sei und ihm Schmerzen bereite. Am vergangenen Donnerstag hatte er sich wegen Rückenschmerzen in einem Krankenhaus behandeln lassen. Mit über einer Stunde Verspätung war er vor Gericht erschienen und von dem zuständigen Richter heftig gerügt worden. (md/dpa/AFP)
16.03.2005 · 09:44
C
Cyberjumper
Wird so langsam süchtig
Wird so langsam süchtig
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Ich verfolge den Prozess auch täglich in den Nachrichten. Es gab selten ein Thema, bei dem ich nicht fähig war, mir eine Meinung zu bilden, aber bei diesem Hin und Her die ganze Zeit weiss ich nicht, ob Jackson schuldig ist oder nicht.

Ich war als kleiner Stöpsel großer Fan von ihm. Gab ja damals schonmal Vorwürfe dieser Art, doch ich war zu jung, um mir darüber Gedanken zu machen. Ich befürchte, dass die Wahrheit nie endgültig gefunden werden kann, wenn nicht entweder Kläger oder Angeklagter selbst ein Geständnis ablegen. Leider sind mMn amerikanische Gerichte nicht mehr als TV-Shows zu wahren Begebenheiten.

Ciao

Cyberjumper
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