Freestyle according to Rubio
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21.02.2003 · 00:45
Rubio
Stammgast
Posts: 160
dabei seit: 30.09.2002
Also, um das nochmal aufzugreifen und diesmal hoffentlich viele ERNSTHAFTE Diskussionsbeiträge zu bekommen - meine Definition von Freestyle.
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Freestyle ist liedhafte elektronische Musik mit schnellem Planet-Rock-basierten Rhythmus.
Zur Begründung:
- Der Begriff "liedhaft" enthält die Merkmale der Melodie-, Text- und Strophenbasiertheit. Er grenzt somit gegenüber Rap/Hiphop (keine Melodie), Electro (kein Text) und Vocalhouse (nicht strophenorientiert) ab.
- Der Begriff der "elektronischen" Musik ist möglicherweise nicht unmittelbar zur Abgrenzung notwendig. Jedoch wären musikalische Konstellationen im ProgRock/Crossover-Bereich denkbar, die liedhaft sind und einen PR verwenden, aber auf akustischer/elektrischer Instrumentation (E-Gitarren) basieren, und sicher nicht mehr als Freestyle angesehen würden.
- Der Planet-Rock-Beat wird keineswegs in allen Freestylestücken originalgetreu verwendet. Der Begriff wird hier deshalb - durchaus im Rahmen des üblichen Sprachgebrauchs - für alle verwandten synkopierten Rhythmen mit Betonung auf 1/3! verwendet. Er dient zur Abgrenzung gegenüber dem Dance und einzelnen, ausnahmsweise strophenbasierten Vocalhousestücken sowie dem Modern Soul.
- Das Merkmal des "schnellen" Rhythmusses kann sowohl durch einen objektiv schnellen Rhythmus (z. B. 1/32-Hihat) als auch durch einen subjektiv schnellen Rhythmus (synkopierte Rhythmen und Rhythmen, die auf dem Zusammenspiel verschiedener Instrumente basieren, wirken schneller) verwirklicht werden. Es ist zur Definition nicht unbedingt notwendig, kann jedoch dazu genutzt werden, einige Stücke im Grenzbereich zum Miami Bass leichter auszuscheiden (Gucci Crew - "Sally That Girl"
.
- Typisch, aber nicht notwendig und somit nicht stilbegründend sind:
. "Trockene" Intrumentation; der Augsburger Stil basiert gerade auf einem "fetten" Sound.
. ~120/132 bpm; "Freestyle-Balladen" sind zwar ungewöhnlich, aber nicht ausgeschlossen. Praktisch alle langsamen Stücke aus dem Freestyleumfeld scheitern aber schon am Merkmal des "schnellen Rhythmus" (Denine - "All Cried Out"
. Wenn man einen solchen im Einzelfall aber bejahen kann (vielleicht bei Trinere - "I'm In Love Again"
, sollte es kaum am niedrigen Tempo scheitern.
. "Liebeskummer" ist sicherlich das häufigste Thema, daneben kommen als Themen nur ausnahmsweise "erfüllte Liebe" und "Musik/Party" vor; das ist jedoch kein Grund, potentielle Stücke mit anderer Thematik auszuschließen.
- Weitere allgemeine Aussagen, insbesondere zu Rhythmik und Instrumentation, lassen sich angesichts der Verschiedenheit der Freestylestile aus mehr als 17 Jahren und mindestens zwei Kontinenten kaum treffen.
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Ich habe diese Definition damals an einer dreistelligen Anzahl von Freestylesongs und etwa ebensovielen Nicht-Freestylesongs entwickelt, und seitdem immer wieder überprüft. Ich bin bisher noch auf kein Lied gestossen, das nach dieser Definition falsch eingeordnet würde - "falsch" gegenüber meiner privaten Ansicht von Freestyle, selbstverständlich.
Eine mögliche Schwäche sehe ich inzwischen im Verhältnis von Freestyle zu einzelnen Twostep-Tracks. Da bin ich mir nicht ganz sicher, ob es nicht doch mal Probleme geben *könnte* - aufgetreten sind sie bisher nicht.
Also nochmal: Ich wäre auch allen sehr dankbar für ernsthafte Anmerkungen. Und bitte, bitte, schreibt doch weniger ernsthafte Anmerkungen in einen anderen Thread, okay?
Serwas,
Rubio
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Freestyle ist liedhafte elektronische Musik mit schnellem Planet-Rock-basierten Rhythmus.
Zur Begründung:
- Der Begriff "liedhaft" enthält die Merkmale der Melodie-, Text- und Strophenbasiertheit. Er grenzt somit gegenüber Rap/Hiphop (keine Melodie), Electro (kein Text) und Vocalhouse (nicht strophenorientiert) ab.
- Der Begriff der "elektronischen" Musik ist möglicherweise nicht unmittelbar zur Abgrenzung notwendig. Jedoch wären musikalische Konstellationen im ProgRock/Crossover-Bereich denkbar, die liedhaft sind und einen PR verwenden, aber auf akustischer/elektrischer Instrumentation (E-Gitarren) basieren, und sicher nicht mehr als Freestyle angesehen würden.
- Der Planet-Rock-Beat wird keineswegs in allen Freestylestücken originalgetreu verwendet. Der Begriff wird hier deshalb - durchaus im Rahmen des üblichen Sprachgebrauchs - für alle verwandten synkopierten Rhythmen mit Betonung auf 1/3! verwendet. Er dient zur Abgrenzung gegenüber dem Dance und einzelnen, ausnahmsweise strophenbasierten Vocalhousestücken sowie dem Modern Soul.
- Das Merkmal des "schnellen" Rhythmusses kann sowohl durch einen objektiv schnellen Rhythmus (z. B. 1/32-Hihat) als auch durch einen subjektiv schnellen Rhythmus (synkopierte Rhythmen und Rhythmen, die auf dem Zusammenspiel verschiedener Instrumente basieren, wirken schneller) verwirklicht werden. Es ist zur Definition nicht unbedingt notwendig, kann jedoch dazu genutzt werden, einige Stücke im Grenzbereich zum Miami Bass leichter auszuscheiden (Gucci Crew - "Sally That Girl"
.- Typisch, aber nicht notwendig und somit nicht stilbegründend sind:
. "Trockene" Intrumentation; der Augsburger Stil basiert gerade auf einem "fetten" Sound.
. ~120/132 bpm; "Freestyle-Balladen" sind zwar ungewöhnlich, aber nicht ausgeschlossen. Praktisch alle langsamen Stücke aus dem Freestyleumfeld scheitern aber schon am Merkmal des "schnellen Rhythmus" (Denine - "All Cried Out"
. Wenn man einen solchen im Einzelfall aber bejahen kann (vielleicht bei Trinere - "I'm In Love Again"
, sollte es kaum am niedrigen Tempo scheitern. . "Liebeskummer" ist sicherlich das häufigste Thema, daneben kommen als Themen nur ausnahmsweise "erfüllte Liebe" und "Musik/Party" vor; das ist jedoch kein Grund, potentielle Stücke mit anderer Thematik auszuschließen.
- Weitere allgemeine Aussagen, insbesondere zu Rhythmik und Instrumentation, lassen sich angesichts der Verschiedenheit der Freestylestile aus mehr als 17 Jahren und mindestens zwei Kontinenten kaum treffen.
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Ich habe diese Definition damals an einer dreistelligen Anzahl von Freestylesongs und etwa ebensovielen Nicht-Freestylesongs entwickelt, und seitdem immer wieder überprüft. Ich bin bisher noch auf kein Lied gestossen, das nach dieser Definition falsch eingeordnet würde - "falsch" gegenüber meiner privaten Ansicht von Freestyle, selbstverständlich.
Eine mögliche Schwäche sehe ich inzwischen im Verhältnis von Freestyle zu einzelnen Twostep-Tracks. Da bin ich mir nicht ganz sicher, ob es nicht doch mal Probleme geben *könnte* - aufgetreten sind sie bisher nicht.
Also nochmal: Ich wäre auch allen sehr dankbar für ernsthafte Anmerkungen. Und bitte, bitte, schreibt doch weniger ernsthafte Anmerkungen in einen anderen Thread, okay?
Serwas,
Rubio
21.02.2003 · 10:35
freestyledj
GAST
@ Rubio.....
trotzdem ist Freestyle "Dont stop the Rock" mehr in der Electro Ecke anzuordenen......
Wie würdest Du denn wie schon mal erwähnt DJ Matrix "Feel my bass" einordnen ???
Außerdem ist für meinen Teil was ich schreibe alles ernsthaft zu nehmen......
trotzdem ist Freestyle "Dont stop the Rock" mehr in der Electro Ecke anzuordenen......
Wie würdest Du denn wie schon mal erwähnt DJ Matrix "Feel my bass" einordnen ???
Außerdem ist für meinen Teil was ich schreibe alles ernsthaft zu nehmen......
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